Wann wende ich Konzentriert Arbeiten an?
- Bei komplizierten Tätigkeiten
- Bei umfangreichen Tätigkeiten
- Für Tätigkeiten, für die ich nicht so "brenne"
Wie wende ich Konzentriert Arbeiten an?
- Arbeitsplatz vorbereiten
- Optional: Maximale konzentrierte Arbeitszeit definieren (z. B. 250 Minuten) und ein maximale Endzeit
(z. B. 18 Uhr)
- Optional: Tätigkeiten in kleinere Pakete aufteilen
- (Handy-)Wecker bereit legen und auf 25 Minuten stellen
- Anfangen abzuarbeiten; nach 25 Minuten eine kurze Pause einlegen (Durchlüften, kurz bewegen,
was trinken)
- Nochmals 25 Minuten arbeiten; dann entweder eine längere Pause machen oder nach 5 Minuten
nochmals 25 Minuten einlegen
- Dieses Vorgehen beliebig oft wiederholen.
- Wenn die maximale konzentrierte Arbeitszeit oder die maximale Endzeit erreicht ist, die Arbeit
beenden und den freien Abend genießen.
Konkretes Beispiel: Konzentriert Arbeiten für die Erstellung meiner Doktorarbeit oder zur
Prüfungsvorbereitung
- Meine beste Arbeitszeit ist am Morgen. Der Wecker klingelt um 5:50 Uhr; um 6:00 Uhr sitze ich
für die erste Einheit am Tisch (meist noch im Schlafanzug).
- In der ersten Kurzpause ziehe ich mich an.
- Nach der zweiten Einheit frühstücke ich (gegen 7 Uhr).
- Ich versuche bis 12 Uhr 150 Minuten (ca. 6 Einheiten) zu schaffen.
- Nach meist 1,5 Stunden Mittagspause lege ich zwei Einheiten ein. Anschließend machte ich meist
ein 25minütiges Nickerchen (Neuschwäbisch: "Power-Napp")
- Sobald ich 250 Minuten erreicht hatte, war mein Pensum erreicht und ich machte Feierabend. Falls ich
die 250 Minuten nicht erreichte, beendete ich den Tag um 18 Uhr.
- Herausfordernd empfand ich wieder zu beginnen bzw. mich in den Kurzpausen nicht vom Internet
ablenken zu lassen.
- Mein "Belohnungssystem" war die Erfassung der konzentrierten Arbeitszeit. Dort sammelte ich die
Minuten wie Punkte in einem Computerspiel: "Gamification". Eine weitere Belohnung war, dass ich
tatsächlich Feierabend hatte und abends meist noch etwas unternahm.
Beispiel für einen Ausschnitt aus meiner Excel-Tabelle während meiner Arbeit an der
Dissertation:
Varianten & Tipps:
- Ich stellte mir bald keinen Wecker mehr, sondern arbeitete so lange, wie ich konzentriert arbeiten
konnte. Sobald ich einen Satz dreimal lesen musste oder meine Gedanken abschweiften legte ich eine
Pause ein. Dies war meist nach 20-35 Minuten.
- Die größte Kunst ist es sich selbst zu verzeihen, wenn ein Tag nicht gut läuft und
ggf. am nächsten Tag von vorne anzufangen.
- Erst Jahre später begegnete ich der sogenannten "Pomodoro-Technik", die 4 Einheiten
á 25 Minuten vorschlägt mit jeweils 5 Minuten Pause dazwischen und nach diesem Block
einer längeren Pause.
- Dieses Methode nutze ich ebenfalls im Rahmen von Hackathons.
- Mir hilft der strukturierte Tagesablauf, dass ich ohne großes Nachdenken direkt beginne.
Außerdem ist es sehr motivierend bereits früh einen Großteil des Pensums zu
schaffen.
- Anfangs hatte ich 300 Minuten als Ziel. Bald merkte ich, dass ich dies kaum erreichte und wenn meist
am nächsten Tag einen Motivationseinbruch hatte mit deutlich weniger Minuten konzentrierter
Arbeitszeit. Deshalb reduzierte ich auf 250 Minuten. Das klingt erstmal nach wenig; war für
mich aber nicht immer einfach zu erreichen.
- Auch in den intensiven Phasen habe ich versucht mindestens einen Tag in der Woche ganz frei zu
haben. Denn ich lebe nicht nur in der Zukunft sondern vor allem jetzt.